Fetischkleidung stammt aus dem erotischen Bereich und findet auch vorwiegend dort ihren Einsatz. Sie wird meist privat oder in Etablissements des erotischen Bereichs getragen. Als Straßenkleidung ist sie wenig tauglich, jedoch sieht man zumeist in Großstädten immer wieder Elemente aus der Fetischkleidung, die selbstbewusst und provokant auf der Straße getragen und mit einem gewissen Bewusstsein zur Schau gestellt werden. Fetischkleidung ist für starke Persönlichkeiten tauglich und wird meist nicht von Personen mit schwachem Selbstbewusstsein getragen. Auch im Karneval oder auf Umzügen kann man Fetischkleidung bewundern.
Fetischkleidung besteht zumeist aus den Materialen Lackleder, Leder, Fell oder aus Spitzenstoffen. Es finden sich viele Haken, Ösen und Schnürbänder. Arm- und Fußbänder gehören ebenso dazu wie hochhackige Schuhe, oftmals so hoch, dass sie sich nur noch zum Sitzen eignen, aber nicht mehr zum Gehen.
Die Fetischkleidung betont – egal ob bei Frau oder Mann – stark die Figur und stellt die sekundären Geschlechtsmerkmale in den Vordergrund. Bei den Damen werden Brüste, Taille, Hüften und Gesäß betont, bei den Herren vorwiegend die Hüftregion. Fetischkleidung dient dem Steigern der Fantasie und der Begierde, wird aber auch viel in erotischen Rollenspielen eingesetzt. Allein schon durch die Auswahl der Kleidung ist die Rolle der Trägerin oder des Trägers oftmals schon vorgegeben. Fetischkleidung hat dabei oft eine anonymisiernde Schutzfunktion, die zum Beispiel noch durch das Tragen von Masken verstärkt wird. Der Träger tritt in einer Rolle auf, nicht unbedingt als individueller Charakter.
Fetischkleidung ist oftmals in den Farben Schwarz oder Rot gehalten und symbolisiert die Mythen der Nacht, des Bösen und Verbotenen.
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